Nach Überall

Ein Gedanke.

Wenn man Kind ist, gibt es drei Gründe, sich zu verstecken. Weil man Angst hat. Weil man spielt, dass jemand anderes einen suchen muss. Weil man von allem die Nase voll hat. Bei ersterem und letzterem scheint es meist überall besser zu sein, als da, wo man gerade ist. Aber weil man nicht einfach nach Überall gehen kann, denkt man sich nach Überall. Und sich nach Überall zu denken geht am besten an dunklen Orten. Unter einem Bett. In einem alten Kleiderschrank. Auf dem Dachboden. Unter einer Treppe. Hinter schweren Gardinen. Überall ist ein wunderbarer Ort.

Wenn man erwachsen wird, ist Überall nicht mehr derselbe Ort. Die Verbindung wird schlechter, wie wenn man tief im Wald versucht zu telefonieren. Man hört noch ein paar einzelne, meist undeutliche, Wörter, bis die Leitung still wird und die Ansage „Ihre Verbindung wird gehalten.“ ausbleibt.

Aber zu illustrieren ist eine Chance den Weg nach Überall wiederzufinden.